Sozialismus – Erlösung für die Faulen

Der Deutschlandfunk findet:

Wer weiß, wohlhabend, gebildet, heterosexuell ist, müsste in Debatten häufiger schweigen.

Natürlich wird das Ganze als Ergebnis von »Forschungen« verkauft.

Science, bitch!

Praktischerweise kann sich heutzutage ja alles und jeder »WissenschaftlerIn« nennen. Deswegen ist das sehr überzeugend. Selbst geistiger Dünnpfiff à la »wer Minirock trägt, ist selber Schuld« geht heutzutage als absolut fundierte These durch. Man muss nur Unis wie meine Alma mater finden, die dumm genug sind, solche kognitiven Fehlleistungen unter einer trendy Berufsbezeichnung anzustellen: Es ist doch ein ehrenwertes Ziel, Vergewaltigungsopfern die Verantwortung für das, was ihnen passiert ist, unters zu kurze Röckchen zu schieben, oder? Sie hat doch »nach Schwänzen gegiert« – ganz sicher! 

Dass alte weiße Männer (die ihre Schwänze dankenswerterweise in den meisten Fällen durchaus unter Kontrolle haben) sich bei derartigen geistigen Ergüssen nicht selten zu mäßig charmanten Kommentaren zur Optik der jeweiligen Sprecherinnen hinreißen lassen… Nun ja. Bukowksi sagte mal, Feminismus existiere nur, um hässliche Frauen in die Gesellschaft zu integrieren. Victim-Blaming fußt möglicherweise nur auf dem giftgrünen Neid verzweifelt-ungefickter Non-Victims. Ich könnte mich an dieser Stelle als Wissenschaftlerin bezeichnen, um diese sehr steile These als belegt zu verkaufen – doch so tief sinke ich nicht.

Privilegien stehen dem Frieden im Weg

Kommen wir zurück zu anderen »Forschungsergebnissen«:

Der Umgang mit Privilegien, insbesondere den eigenen, ist nach Ansicht mehrerer Wissenschaftlerinnen mitentscheidend für den sozialen Frieden.

Privilegien. Das sind laut besagten Wissenschaftlerinnen (wer lacht da?!): Weiße Hautfarbe, wohlhabende Eltern, hohes Bildungsniveau oder (!) gesellschaftlich akzeptierte sexuelle Orientierung.

Wer irgendetwas davon hat? Ha! Der musste für nichts, was er erreicht hat, wirklich schuften. Der behauptet nur, dass er für das, was er hat, hart gearbeitet hat.

In Wahrheit bekam er aufgrund seiner Privilegien alles in den Arsch geschoben und sollte sich schämen.

Und vor allem sollte er die Fresse halten. Denn:

Indem sie [die Privilegierten] ihre Vorteile leugnen, schaffen die Menschen noch mehr Ungerechtigkeit.

Und:

Die Forschenden empfehlen deshalb, zunächst den eigenen Status anzuerkennen, etwa, dass man privilegiert ist, um dann bewusst anderen mehr Raum zu geben.

Eine Wissenschaftlerin gibt als konkretes Beispiel für dieses Mehr an Raum den Hinweis, man möge als Privilegierter in Debatten doch bitte einfach mal still sein. Die anderen zu Wort kommen lassen.

Ein bisschen spitzer formuliert? Du bist gebildet – halt dein Maul!

Gleichheit ist Gerechtigkeit ist Frieden?

Ungerechtigkeit. Das ist eine dieser catch phrases, die gerade Pseudo-Sozialisten ein besonders wohlig warmes Gefühl zu geben scheint. Die Welt ist fürchterlich ungerecht. Weil wir alle so ungleich sind.

Und wieso sind wir ungleich?

Weil manche von uns mehr haben als andere. Weil manche von uns besser sind als andere.

Weil manche von uns mehr arbeiten als andere.

Es ist wissenschaftsfremdes linkes Gewäsch, das auf sogenannte Privilegien zurückzuführen. Wir sind von Geburt an unterschiedlich. Und das ist gut so. Der Sozialismus basiert auf der Forderung, dass wir uns in eine taubstumme homogene Masse mit Kadavergehorsam verwandeln. Der Sozialismus ist der Henker der Freiheit. Sozialismus ist Zwang und Armut und schlussendlich Tod – allerspätestens dann, wenn man bockt oder gar zu flüchten versucht.

Es sind faule, naive und dumme Menschen, die auf Gerechtigkeits- und Heile-Welt-Versprechen einer kranken Gesellschaftsform reinfallen, die keine anderen Götter neben sich duldet – und schon gar niemals mit einer Demokratie koexistieren kann.

Nimm’s ihm weg, gib’s mir!

Junge Klimahüpfer rechtfertigen freitägliches Schuleschwänzen mit einer lächerlichen Panikreligion, sind in Wahrheit aber nur dankbar für jede gute Ausrede für ihre ureigene Faulheit. Sie fordern die Abschaffung des Kapitalismus, obwohl es nie eine Generation gab, die krankhafter auf Konsum fixiert und von der freien Marktwirtschaft gepampert und verwöhnt wurde als sie selbst. Beruhten ihre nachgeplapperten Forderungen an die Politik auf wahrhaftigen Sorgen, würde jeder von ihnen längst Verantwortung für sein eigenes Handeln übernehmen und umweltbewusste Entscheidungen treffen. Damit würden die Kids sich Respekt verdienen. Aber: Nö. Weit gefehlt!

Menschen wie sie sind es, die alles wollen – aber um Gottes Willen nicht dafür arbeiten möchten. Die es nicht ertragen können, wenn Menschen mit mehr Ehrgeiz, mehr Motivation und mehr Intelligenz für ihre Mühen belohnt werden und am Ende besser dastehen als sie, die den Arsch nicht hochkriegen wollen. Die Aussicht, dass diesen Besseren etwas weggenommen wird, ist Genugtuung pur – dafür ist jedes Mittel recht. Neid fressen Seele auf.

Geschrieen wird am Ende erst, wenn man plötzlich selbst verzichten soll. Was sogar gerechtfertigt ist: Denn wer nichts leistet, obwohl er dazu in der Lage wäre, sollte auch nicht mehr als das zum Leben Notwendige bekommen.

Das ist Gerechtigkeit.

Bis es soweit ist, sollte jeder Mensch sein ureigenes Privileg – das Gehirn in seinem Kopf – so exzessiv nutzen wie er nur kann.

Arbeiten. Denken. Hinterfragen. Reflektieren. Verantwortung übernehmen. Und Besitz und Leben seiner Mitmenschen respektieren, ganz gleich, ob sie nun vermeintlich besser oder schlechter sind als er selbst.

Generation Z – Unsere Rettung?

Ihr hüpft für’s Klima und erklärt den Alten Weißen Männern mit eurer der Jugend eigenen Rotzigkeit und Arroganz, wie die Welt funktioniert, die ihr (so glaubt ihr wohl) im Schweiße eures Angesichts zu retten versucht – und beim Völkerball flennt ihr in eure Nike-Trikots ‚Made in Vietnam‘, bis Mama euch mit dem SUV holen kommt. Ihr schmeißt euch auf Parlamentsfußböden wie vor Supermarktkassen mit Süßigkeitenregalen. Argumente habt ihr nicht. Ihr faselt von Klimanotständen und CO2-Budgets, jettet aber auf Papas Kosten um die halbe Welt, um eure Selfiesticks in verpestete Klimasommer am anderen Ende des Planeten zu recken, ready for Take Off, ready for Instagram. Arbeiten wollt ihr nicht. Ihr seid Influencer, friends, ihr habt Haltung, friends, ihr seid mehr, friends – Arbeit habt ihr nicht nötig.

Und wie jede Generation meint ihr, ihr ganz allein hättet die Weisheit mit Schächtfleisch-Döner und Fair Trade Frappuccino gefressen. Dabei waren wir alle mal jung (und dumm). Wir alle waren mal auf diesem Rebellions- und Revolutionstrip, auf dem Kreuzzug gegen das Alte und Weis(s)e, getrieben von feucht-grünen Hippie-Träumen.

Das Ding ist nur: Wir alle sind irgendwann erwachsen geworden.

Wir hatten offensichtlich auch noch eine andere Schulbildung. Wir hatten nicht nur Nationalsozialismus und Holocaust im Geschichtsunterricht – wir hatten auch den Sozialismus, dessen Opferzahlen die des Dritten Reichs noch um 20 bis 40 Millionen übersteigen. Trotzdem ist Kommunismus heute der geilste Scheiß – und Faschismus erleben wir aus zwei Richtungen gleichzeitig. Freiheit und Diversität gibt’s vielleicht beim Ficken, aber abseits von Gender-Fragen bleibt man doch bitte im vorgegebenen Rahmen der Mainstream-Meinung. Demokratie verreckt da, wo die Rechte des Einzelnen zugunsten der grünbraunen Masse mit Füßen getreten werden: Wählst du falsch, wählst du am besten gar nicht; wählst du falsch, kriegst du am besten gleich aufs Maul.

Aber das ist okay für die Gen Z, denn die Gen Z wählt immer richtig, während sie sich fetter und fauler werdend auf dem ausruht, was die Big Bad Old White Men für sie aufgebaut haben. Konsumgeiler als drei Generationen zusammen, den CO2-Fußabdruck eines dieselbetriebenen 666 PS-Tyrannosaurus Rex auf Ecstasy im Gepäck, stockbesoffen von jener moralischen Überheblichkeit, die nur den Dummen eigen ist, die nie gelernt haben, zu hinterfragen.

Der kritische Blick auf die Jugend ist uns Alten seit Generationen eigen.

Fast so sehr wie der kritische Blick der Jugend auf uns Alte.

Und vielleicht wird auch die Gen Z früher oder später erwachsener, reifer und abgeklärter. Vielleicht beginnt auch diese Gen Z, das eigene Verhalten zu reflektieren, Umsicht und Respekt zu entwickeln und höchstpersönlich für unsere Welt einzustehen, anstatt den Bösmenschen Ü25 in den Ohren zu hängen wie kaputte Schallplatten mit Baby-Geplärr.

Vielleicht kann diese Generation Z dann sogar noch etwas retten.

Aktuell tut sie’s allerdings nicht.