DIY Blogplaner

Bloggen ist heute mehr als das Posten verwackelter Handyfotos mit Emoji-Kanonade als Untertitel. Nope, Bloggen mutiert mehr und mehr zum lukrativen (und verdammt spaßigen!) Nebenjob. Das bedeutet, dass du dir als Blogger bestenfalls ein bisschen Gedanken darüber machen solltest, was du da warum und für wen auf welche Weise auch immer tust.

Und wie macht man sich am besten Gedanken? Wenn du mich fragst: Schriftlich!

Um das Chaos im Kopf zu sortieren, bring ich’s gewöhnlich zu Papier. So schön Bulletjournal und Co. dabei auch sein mögen: Es hat sich als hilfreich erwiesen, bestimmte Vorlagen parat zu haben. Sei es, um sich Informationen erneut ins Gedächtnis zu rufen, Konzepte neu zu klären oder aber um Informationen über einen längeren Zeitraum zu sammeln und so im Verlauf immer wieder vergleichen zu können.

So entstand schon vor einer ganzen Weile mein erster Blogplaner. Den habe ich nun für zoerenner.de überarbeitet – und schenk ihn dir.

Bloggen? Was gibt’s da zu planen?!

Wie bei jedem Projekt zahlt es sich aus, einen Plan auszuarbeiten, bevor man sich ins Getümmel stürzt. Sonst ist das ungefähr so wie wenn du versuchst, einen Wohnzimmerschrank aus 38 Teilen ohne Aufbauanleitung zusammenzuschrauben: Kann funktionieren, kann aber auch sein, dass das Konstrukt in sich zusammenfällt, wenn du deinen 65 Zoll-Fernseher reinstellst.

Bevor’s also heißt, Bloggen täte man rein nach Bauchgefühl, lass mich ein bisschen ausholen, was genau es da zu planen und bedenken gibt.

Das Fundament: Thema

Wie, du brauchst ein Thema?!

Spaß beiseite: Natürlich kannst du stur über alles bloggen, was dir vor die hoffentlich imaginäre Flinte rennt. Das Ding ist: Wenn du auf diese Weise bloggst, dann zeigst du deinen Lesern in gewisser Weise den Finger. Der Besuch bei dir ist dann ein reiner One Night Stand. Ich finde vielleicht was für mich Interessantes bei dir – aber weil du in dieser Richtung wohl nie wieder etwas schreiben wirst, muss ich auch nicht wiederkommen.

Niemand sucht im Internet speziell nach dir und deiner Meinung. Das Internet hat auch nicht auf deinen Blog gewartet. Das Internet hat tatsächlich nicht einmal dann auf deinen Blog gewartet, wenn du dich auf ein Thema spezialisierst – denn zu jedem Thema existieren bereits etliche Blogs und Webseiten.

Wenn du also nicht nur für dich allein bloggen willst: Dann konzentrier dich auf ein grobes Thema. Das bedeutet nicht, dass du fortan nur noch Artikel über Push up-BHs der H&M Sommerkollektion von 2018 schreiben darfst. Das ist Blödsinn. Aber wenn du einen Artikel über BHs, den nächsten über Ölstandmessungen bei Papas Oldtimer und den wiederum nächsten über die Neuinstallation von Windows Vista auf dem uralten PC deiner Großmutter verfasst, dann ist das ein ganz kleines bisschen chaotisch.

Selbst jene Blogs, die von sich behaupten, keine Nische zu bedienen, haben gewöhnlich zwei, drei feste Themen, zu denen immer wieder frische Artikel kommen. Das ist letztendlich das, worum’s geht. Wenn du gehäuft über bestimmte Thematiken schreibst, hast du automatisch einen fetten Fundus an entsprechenden Keywords auf deinem Blog. Du wirst also über Suchmaschinen besser gefunden. Und wenn man dich erst mal entdeckt hat, dann kommt man tendenziell auch wieder, wenn man weiß: Cool, da gibt’s immer mal was Neues zu meinem Hobby XY.

Fundament 2.0: Zielperson

Zielperson? Doch keine so imaginäre Flinte, hm?

Nein, Unsinn. Wir ziehen hier jetzt keine GTA-Mission durch. Tatsächlich dachte ich bei diesem ganzen »know your target audience«-Kram anfänglich auch immer, dass mich das mal so 0,0 interessieren müsste. Ey, ich blogge! Ich hab noch kein Produkt in Verbindung mit einem meiner Blogs draußen. Dann brauch ich diesen Blödsinn doch gar nicht, oder? Man kann’s auch übertreiben mit all dem Marketing-Wahn!

Falsch.

Erinnerst du dich dran, dass ich sagte, dass das Internet nicht auf dich gewartet hat? Nun, das Internet vielleicht nicht – aber du kannst auf die Bedürfnisse bestimmter Menschen eingehen und denen so was richtig Gutes tun. Das sind dann genau die Leute, die dich immer wieder besuchen kommen. Weil die einfach toll finden, was du machst.

Die Sache ist nur: Um dafür zu sorgen, dass diese Leute sich bei dir wohlfühlen, musst du wissen, worauf du hinaus willst. Du musst ungefähr wissen, wer da vorm Monitor hängt und deinen Content inhalieren will. Du musst die Probleme dieser Person kennen – weil es Probleme sind, die uns googeln lassen, und es ist das Googeln, das uns Blogs finden lässt. Bestenfalls weißt du auch ungefähr, wo deine Zielpersonen so abhängen und wo du ansetzen kannst, um sie zu erreichen.

Ziege
Fun Fact: Meine Zielperson hat oft ein bisschen was von mir selbst. (Daher an dieser Stelle ein Selbstportrait.)

Ganz oft findest du genau so auch dein Alleinstellungsmerkmal. Das, was dich von deinen Kollegen abhebt.

Die Persönlichkeitsentwicklung-Szene wird in Deutschland beispielsweise vom Hang zu Esoterik und »das Leben ist schön!«-Heiteitei beherrscht. Da ist ganz viel Zen und Glaube und Liebe und Yoga und Vertrauen in höhere Mächte. Alles wird gut! Hab einfach ein bisschen Vertrauen!
Für viele Menschen ist das toll. Die fühlen sich da total aufgehoben.
Ich dagegen kriege dabei Brechdurchfall.
Das hat nichts mit den Bloggern zu tun! Ich bin einfach nicht deren Zielgruppe. Wäre mir nach meinem Suizidversuch jemand mit »hab einfach ein bisschen Vertrauen!« gekommen, wäre mir wahrscheinlich die Faust ausgerutscht.

Du kannst niemals jeden glücklich machen. Musst du aber auch gar nicht. Ausgewählte Menschen reichen!

Des Pudels Kern: Der Content

Okay. Du weißt, worüber du schreibst. Du weißt, für wen du schreibst.

Was genau schreibst du jetzt?!

Immer ein gutes Sprungbrett für Ideen? Ein Brainstorming über die Schmerzpunkte deiner Zielgruppe. Stell dir deren Probleme vor. Stell dir vor, was sie googeln. Lauf in ihren Schuhen und fühl genau nach, wo’s drückt.

Blogplaner
Meine wahre Leidenschaft? Schlafen. Kategorien: Matratzen, Kissen, Bettwäsche und Strategien, um meinen Platz im Bett vor den Katzen zu verteidigen.

Erstens werden deine Artikel für diese Menschlein so eine echte Hilfe sein.

Zweitens ist der »Problem«-Ansatz oft ziemlich praktisch in puncto Suchmaschinenoptimierung. Wenn du weißt, was die Leute googeln, kannst du nämlich deine Keywords genau so unterbringen, dass du auch gefunden wirst. Das, was dein Leser bei Google eintippt, bevor er auf deinen Blog stößt, enthält nämlich bestenfalls dein Focus Keyword. Keine Angst vor solchen Begriffen: Coole Plugins wie Yoast SEO machen die Suchmaschinenoptimierung so babyleicht, dass sie wirklich jeder auf die Kette bekommt!

Tja, und dann kommt das, was Laune macht: Das Schreiben der Artikel. Knöpf dir dein zuvor erdachtes Problem vor: Das zu lösen ist dein Ziel. Das Handwerkszeug dafür hast du in der Schule gelernt – mit dem Unterschied, dass dir jetzt keiner mehr auf die Finger haut, wenn du in deinen Texten fluchst. Also: Hau rein! Bestenfalls hast du bald so viel Stoff zusammen, dass du regelmäßig neue Beiträge raushauen kannst. Gerade zu Beginn deiner Bloggingkarriere ist das das A und O!

Die Datensammler sind überall!

Und du bist auch einer.

Wie bei jedem Projekt ist es sinnvoll, dir Ziele zu setzen. Bestenfalls gestaltest du die so, dass sie innerhalb eines nicht allzu großen Zeitfensters erreichbar sind. Außerdem musst du dir überlegen, was genau du tun willst, um ans Ziel zu kommen: Jedes Fernziel setzt sich aus bestimmten Nahzielen zusammen, die du abhaken musst, bevor du den Jackpot knackst.

Das klassische Ziel beim Bloggen: Mehr Traffic! Mehr Follower! Mehr Fans!

Ich bin in dieser Hinsicht eigentlich ein katastrophales Beispiel, weil ich so fixiert auf Inhalte bin, dass ich früher oder später sowieso wieder hauptsächlich über Suchmaschinen gefunden werde. Zeichnet sich auch in diesem Blog schon wieder ab. Schreib arschlange Artikel und warte ab: Google findet dich und schickt dir deine Leser. Trotzdem ist die Social Media-Kiste ein gutes Sprungbrett, das man durchaus im Auge behalten sollte.

Herde
Wer der Herde folgt, folgt gewöhnlich den… Äh, ja.

Wenn dann eine ausreichend hohe Zahl wolliger Hinterteile, ähm, Traffic vorhanden ist, rückt meist die Monetarisierung deines Blogs in den Fokus: Du hast was auf die Beine gestellt, wie genau machst du damit jetzt Kohle?!

Klassischerweise werden früher oder später Firmen auf dich zukommen und dich um Kooperationen bitten. Klassischerweise wollen Firmen von sich aus für so etwas nichts bezahlen. Es ist also dein Job, hier für dich einzustehen und mehr Gegenleistung zu verlangen als einen lumpigen Lippenstift und ein Werbeprospekt. Heißt: Wenn du’s richtig anstellst, kannst du für’s Verfassen von Artikeln Geld bekommen.

Ansonsten bietet Affilate Marketing die Möglichkeit, ohne viel Aufwand ein bisschen was nebenher zu verdienen. Ein Vermögen winkt dir hier gewöhnlich nicht – aber die Kosten für’s Hosting kriegst du locker wieder rein. Plus je nach Traffic einige Pizzen im Monat.

Bannerwerbung lebt natürlich auch bis heute. Sieht zwar scheiße aus, aber der Zweck heiligt bekanntlich so einige Mittel. Wenn dein Blog viel Traffic hat, kannst du über Werbung ohne Aufwand dein Einkommen steigern.

Richtig cool wird’s, wenn du eigene Produkte hast. Ebooks. Online Kurse. Vielleicht bietest du auch Dienstleistungen an – Coaching beispielsweise. Voraussetzung ist, dass du dir einen gewissen Ruf aufgebaut hast, der Leute dazu animiert, Vertrauen in dich zu setzen und dein Zeug zu kaufen.

Bonus: Passwort: 12345! Und sonstige Memos an dich selbst

Kleiner Hint: Sicherheit wird immer Thema sein. Früher war der standardmäßige Benutzername nach der WordPressinstallation ganz kreativ admin. Dazu ein Passwort namens passwort – und Hinz und Kunz können auf deinem Blog virtuell Tango tanzen. Komplexe Kennwörter sind also durchaus angebracht. Bestenfalls dürfen die auch von Social Media-Account zu E-Mail-Account zu WordPress-Nutzer variieren. Wenn dein Blog so etwas wie dein Nebenerwerb sein soll: Nimm das Ganze ernst und setz dich keinen unnötigen Gefahren aus. Schlussendlich sind auch die Daten deiner Leser und eventuellen Newsletter-Abonnenten im Spiel!

Oh, und bitte, bitte vergiss nicht, Backups zu machen. Tatsächlich pfeif ich aufs papierfreie Büro: Wichtige Informationen hab ich gern noch irgendwo abgeheftet. Dir muss nur mal der Morgenkaffee die Platte durchschmoren. Bäm: Schon hast du einen Haufen Stress am Hals, weil du nicht an deine Daten rankommst. Nur ein kleiner Hinweis…

Und jetzt? Die Lösung all deiner Probleme?

Natürlich schenke ich dir mit diesem ultimativen Blogplaner nicht nur ewige Jugend und Schönheit, sondern auch zweieinhalb Lottogewinne und einen Golden Retriever.

Warte, was?

Sagen wir’s so: Diese Printables sind Memo, Arbeitsblätter und Motivationsstütze in einem. Sie geben dir und deinem Blogprojekt Struktur. Wie genau du sie einsetzt, bleibt dir überlassen – für mehr Klarheit und Zielstrebigkeit ist es aber sinnvoll, in regelmäßigen Abständen mal alle Punkte abzuchecken und sich auf diese Weise wieder einzunorden. Nicht, weil dein Blog anstrengender werden soll als dein Fulltime-Job. Sondern weil so verdammt viel Potenzial in deiner Schreibe steckt. Ein Blog kann viel erreichen – für dich ebenso wie für deine Leser. Mach was draus!

Nur den Golden Retriever… Den musst du dir selbst besorgen.

BlogPlaner
Einen Klick entfernt: 11 Seiten, die du dir frei nach Bedarf zusammenstellen kannst

Blogplaner Printables: Was ist drin?!

Der Blogplaner besteht aus 11 Printables (+ Deckblatt und Outro). Das Paket kommt als .zip-Datei, damit du dir die benötigten Seiten schnell und einfach in der gewünschten Anzahl ausdrucken kannst. Enthalten sind:

  • Ein Worksheet, um dein Blogthema herauszuarbeiten
  • Ein Arbeitsblatt, um deine Zielperson kennenzulernen
  • Ein Template, das dich beim Schreiben deiner Artikel unterstützt
  • Ein Plan zur zeitlichen Organisation deiner Artikelveröffentlichungen
  • Platz für Brainstorming und Notizen – für Artikelrohfassungen, Produktideen und Co.
  • Deine Hauptziele für deinen Blog samt Stichtag und Zwischenzielen
  • Trackingtabellen für deine monatlichen Hits, Besucher und Social Media-Follower samt Top-Referrer und populären Keywords auf deinem Blog
  • Dein Monetarisierungsplan mit Platz für Affilates, Kooperationsfirmen und Ideen für eigene Produkte und Services
  • Deine Blog-Finanzen mit monatlichen Ausgaben, Einnahmen und Nettobilanz
  • Cheat-Sheet für deine Passwörter
  • Platz für Kontaktdaten von Bloggerkollegen und Kooperationspartnern

 

Downloade deinen Blogplaner!

 

Der Planer ist frei zur privaten Nutzung. Druck aus, was du brauchst, so oft du es brauchst, bemal es, bekleb es, streich’s durch, mach ein Flugzeug draus – hab Spaß damit! (Nur bei kommerzieller Verwendung und Verstößen gegen’s Urheberrecht gibt’s Haue. Heißt: Nicht verticken. Nicht als deins ausgeben.)

Blogplaner
Minus Goldie. Plus ganz viel Blogliebe!

Zum Download

… Artikel übersprungen und nur schnell auf das Wörtchen »Download« geklickt? Kenn ich irgendwoher… Hier kommt dein Planer. Tob dich aus! Eine kleine Sache noch: Wenn dir die Printables helfen, teil sie gern mit deinen Bloggerkumpels und allen, die daraus einen Nutzen ziehen könnten!

 

Printables herunterladen!

 

5 Kommentare zu “DIY Blogplaner Download: Kostenlose Printables für die Planung deines Blogs”

  1. Yeah Zoe, mega cooles Printable! Gerade jetzt gegen Ende des Sommers, wo ich mich endlich wieder mehr meinem Blog widmen kann, halte ich immer die Augen nach hilfreichen Planungstools offen und ich bin da einfach mehr der analoge Typ, daher danke für die Mühe und den tollen Blogplaner!

    Liebe Grüße, Kay
    http://www.twistheadcats.com

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