Generation Z – Unsere Rettung?

Ihr hüpft für’s Klima und erklärt den Alten Weißen Männern mit eurer der Jugend eigenen Rotzigkeit und Arroganz, wie die Welt funktioniert, die ihr (so glaubt ihr wohl) im Schweiße eures Angesichts zu retten versucht – und beim Völkerball flennt ihr in eure Nike-Trikots ‚Made in Vietnam‘, bis Mama euch mit dem SUV holen kommt. Ihr schmeißt euch auf Parlamentsfußböden wie vor Supermarktkassen mit Süßigkeitenregalen. Argumente habt ihr nicht. Ihr faselt von Klimanotständen und CO2-Budgets, jettet aber auf Papas Kosten um die halbe Welt, um eure Selfiesticks in verpestete Klimasommer am anderen Ende des Planeten zu recken, ready for Take Off, ready for Instagram. Arbeiten wollt ihr nicht. Ihr seid Influencer, friends, ihr habt Haltung, friends, ihr seid mehr, friends – Arbeit habt ihr nicht nötig.

Und wie jede Generation meint ihr, ihr ganz allein hättet die Weisheit mit Schächtfleisch-Döner und Fair Trade Frappuccino gefressen. Dabei waren wir alle mal jung (und dumm). Wir alle waren mal auf diesem Rebellions- und Revolutionstrip, auf dem Kreuzzug gegen das Alte und Weis(s)e, getrieben von feucht-grünen Hippie-Träumen.

Das Ding ist nur: Wir alle sind irgendwann erwachsen geworden.

Wir hatten offensichtlich auch noch eine andere Schulbildung. Wir hatten nicht nur Nationalsozialismus und Holocaust im Geschichtsunterricht – wir hatten auch den Sozialismus, dessen Opferzahlen die des Dritten Reichs noch um 20 bis 40 Millionen übersteigen. Trotzdem ist Kommunismus heute der geilste Scheiß – und Faschismus erleben wir aus zwei Richtungen gleichzeitig. Freiheit und Diversität gibt’s vielleicht beim Ficken, aber abseits von Gender-Fragen bleibt man doch bitte im vorgegebenen Rahmen der Mainstream-Meinung. Demokratie verreckt da, wo die Rechte des Einzelnen zugunsten der grünbraunen Masse mit Füßen getreten werden: Wählst du falsch, wählst du am besten gar nicht; wählst du falsch, kriegst du am besten gleich aufs Maul.

Aber das ist okay für die Gen Z, denn die Gen Z wählt immer richtig, während sie sich fetter und fauler werdend auf dem ausruht, was die Big Bad Old White Men für sie aufgebaut haben. Konsumgeiler als drei Generationen zusammen, den CO2-Fußabdruck eines dieselbetriebenen 666 PS-Tyrannosaurus Rex auf Ecstasy im Gepäck, stockbesoffen von jener moralischen Überheblichkeit, die nur den Dummen eigen ist, die nie gelernt haben, zu hinterfragen.

Der kritische Blick auf die Jugend ist uns Alten seit Generationen eigen.

Fast so sehr wie der kritische Blick der Jugend auf uns Alte.

Und vielleicht wird auch die Gen Z früher oder später erwachsener, reifer und abgeklärter. Vielleicht beginnt auch diese Gen Z, das eigene Verhalten zu reflektieren, Umsicht und Respekt zu entwickeln und höchstpersönlich für unsere Welt einzustehen, anstatt den Bösmenschen Ü25 in den Ohren zu hängen wie kaputte Schallplatten mit Baby-Geplärr.

Vielleicht kann diese Generation Z dann sogar noch etwas retten.

Aktuell tut sie’s allerdings nicht.

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